Monat: Januar 2024

„Die Jungs sind richtig gut“

Mit einem großen Lob an den Gastgeber startet die erste Sitzung des neu formierten Vorstands der Interessenvereinigung Frechener Unternehmen (IFU) im CJD Berufsbildungswerk Frechen. „Die Jungs sind richtig gut“, bedankte sich Franz Pierenkemper bei CJD-Fachbereichsleiter Sebastian Reuß und Boris Lietz, Gesamtleiter CJD NRW Süd. Zwei ihrer Schüler aus der Berufsvorbereitung absolvieren aktuell ein Praktikum bei der Pierenkemper GmbH und der Bauunternehmer ist „höchstzufrieden“ mit den beiden.

„Sie sind aufmerksam, gut vorbereitet und fügen sich gut in unser Team ein“, begründete Pierenkemper sein Lob. Der Kontakt war auf der 1. Frechener Ausbildungsplatzbörse im Stadtsaal geknüpft worden. Jetzt winkt beiden ein Ausbildungsvertrag. Pierenkemper: „Ich würde mich freuen, wenn es klappen würde!“

Erstes Treffen des neu formierten Vorstands: (v.l.) CJD-Fachbereichsleiter Sebastian Reuß und Boris Lietz, Gesamtleiter CJD NRW Süd, begrüßten die IFU-Vorstandsmitglieder Stefan Nagelschmitz, Kevin Krukau, Marc-Steffen Bonte, Dr. Jürgen Höser, Rudolf Schlang und Franz Pierenkemper im Berufsbildungswerk am Clarenbergweg in Bachem. Foto: Lars Kindermann

Das CJD am Clarenbergweg nutzte den Besuch des IFU-Vorstands, um sich den anwesenden Unternehmern vorzustellen. Das CJD zählt bundesweit mehr als 350 Standorte. Der Bereich NRW Süd umfasst Standorte von Bad Berleburg im Osten, Linz am Rhein im Süden, Jülich im Westen und Attendorn im Norden der Region. Unter anderem unterhält das CJD in diesem Bereich zwölf Kindertagesstätten, zwei Gymnasien, eine Realschule, ein Science College, zwei Internate und eben das Berufsbildungswerk in Frechen.

Gesamtleiter Lietz ist in Frechen aufgewachsen und möchte die Zusammenarbeit zwischen dem Berufsbildungswerk und der lokalen Wirtschaft wieder intensivieren. „Wir sind auf Kooperationen mit Frechener Unternehmen angewiesen, denn zum Abbilden der Realität gehört für unsere Auszubildenden auch das Reinschnuppern in echte Betriebe und reale Arbeitsabläufe“, so Lietz.

Im Anschluss an die Vorstellung stellte der IFU-Vorsitzende Professor Dr. Jürgen Höser seinen anwesenden Vorstandskollegen Marc-Steffen Bonte, Stefan Nagelschmitz, Rudolf Schlang, Kevin Krukau und Franz Pierenkemper unter anderem die überarbeitete IFU-Homepage vor.

Des Weiteren wurde über das erste Treffen im Jahr 2024 mit der Frechener Stadtverwaltungsspitze gesprochen. Am 19. Februar wollen die Unternehmer mit Vertretern der Stadtverwaltung über die aktuelle Sachlage der Baugebiete Ammerstraße in Frechen-Habbelrath und Rhenania-Quartier sowie über eventuelle Ansiedlungen auf der Ackerfläche an der Krankenhausstraße informiert werden.

Vollanschluss Bonnstraße: Licht am Ende des Tunnels

Seit Errichtung des Teilanschlusses aus Anlass der Fußballweltmeisterschaft im Jahre 2006 warten die Unternehmen in Frechen auf den Vollanschluss der Bonnstraße an die Autobahn 4. Für die Interessenvereinigung Frechener Unternehmen (IFU) war und ist der Vollanschluss seit vielen Jahren eines der zentralen Anliegen.

Sprachen im Landtag über den Vollanschluss an der Bonnstraße: (v.l.) Robert Lehmann, Professor Dr. Jürgen Höser, Bürgermeisterin Susanne Stupp, NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer, Francesco Calio, Thomas Okos, Marc-Steffen Bonte und Christian Stahlschmidt. Foto: Stadt Frechen

Nunmehr kommt, nach Jahren des Stillstandes, endlich Bewegung in dieses so wichtige Straßenbauprojekt. Auf Anfrage des IFU-Vorsitzenden Dr. Jürgen Höser hatten sowohl der Bundestagsabgeordnete Dr. Georg Kippels als auch der NRW-Landtagsabgeordnete Thomas Okos (beide CDU) bei Straßen NRW, der zuständigen Behörde, schriftlich um eine Stellungnahme zum Sachstand gebeten. Als eine klare Antwort auf die Fragen der Politiker ausblieb, hakte der Frechener Thomas Okos noch einmal nach und konnte erreichen, dass der zuständige Landesminister für Verkehr, Oliver Krischer, sich der Sache annahm und einen Besprechungstermin anbot.

Eine Delegation aus Frechen, bestehend aus Bürgermeisterin Susanne Stupp, dem Technischen Beigeordneten der Stadt Frechen, Robert Lehmann, dem Fachdienstleiter Christian Stahlschmidt, dem IFU-Vorsitzenden Professor Dr. Jürgen Höser, dem stellvertretenden Vorsitzenden der IFU Francesco Calio sowie dem Schatzmeister der IFU, Marc-Steffen Bonte im Landtag ein.
Ausführlich wurden dem Minister und dem für Straßenbauprojekte zuständigen Referatsleiter die Notwendigkeit eines Vollanschlusses erläutert.

Trotz einer gleichzeitig laufenden Debatte im Landtag, nahm sich der Minister viel Zeit, die jetzige Situation und die Bauplanung sehr genau und detailreich mit den Vertretern der Verwaltung und der IFU zu besprechen. Abgesprochen wurde, dass das Ministerium nun die weitere Entwicklung in die Hand nimmt und auch steuert. Wegen der im Bereich des angedachten Vollanschlusses liegenden Internationalen Gasleitungen und anderer Fernversorgungsleitungen, ist eine technisch komplizierte Abstimmung zahlreicher Beteiligter notwendig. Dies führt zwangsläufig zu weiteren Verzögerungen. Dennoch: Die Aussagen des Ministers waren, unabhängig von den planerischen und technischen Problemen, sehr positiv und zustimmend.

„Die IFU, die Unternehmen im Industriegebiet Europaallee sehen endlich, nach Jahren der Untätigkeit – auch dank der Beharrlichkeit von Thomas Okos – ein kleines Licht am Ende eines zugegeben langen Tunnels“, bedankt sich der IFU-Vorstand.

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